Erstellt von Waldemar Binder |

Mannheimer Morgen

Fußball-Verbandsliga Heddesheim überwintert als Vierter und will in der Rückrunde nochmals angreifen

Fortuna darf noch hoffen

MANNHEIM.Nach 19 Spielen ruht in der Fußball-Verbandsliga der Ball, weiter geht es erst wieder am Samstag, 29. Februar. Der FC Astoria Walldorf II liegt an der Tabellenspitze, in der Rückrunde wollen vor allem die Fußballer des FV Fortuna Heddesheim nochmals oben angreifen. Diese Zeitung zieht ein kleine Zwischenbilanz.

Das Spitzenduo: In 19 Spielen holte Astoria Walldorf II 14 Siege und drei Unentschieden. Die Mannschaft von Trainer Andreas Kocher war in laufenden Saison einfach das konstanteste Team. Die Astoria geht mit vier Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten 1. FC Bruchsal in die Rückrunde. Die letzten sechs Spiele vor der Winterpause hat Walldorf II alle gewonnen. Der 1. FC Bruchsal holte sieben Siege in seinen vergangenen neun Partien. Deshalb steht die Mannschaft von Coach Mirko Schneider fünf Punkte vor dem Dritten ATSV Mutschelbach.

Tabellenkeller: Der TSV Wieblingen hat erst sechs Punkte geholt. Damit ist der Klub abgeschlagen Schlusslicht. Der Vorletzte SpVgg Durlach-Aue (14 Punkte), Aufsteiger FV Kirchfeld (15) und die TSG 62/09 Weinheim (17) stehen ebenfalls auf einem direkten Abstiegsrang. Neuling VfB Gommersdorf (18) müsste nach aktuellem Stand als Tabellen-14. in die Relegation. Den ersten Nichtabstiegsrang belegt Oberliga-Absteiger Germania Friedrichstal.

Die Mannheimer Clubs: Der VfB Gartenstadt wurde in der vergangenen Saison Verbandsligameister, nahm das Aufstiegsrecht aber nicht wahr. Im Sommer verließen einige Leistungsträger den Klub, Neu-Coach Peter Brandenburger baute aber eine Mannschaft zusammen, die zeitweise ganz oben stand. In den ersten Rückrundenspielen schwächelte der VfB. Mit Rang fünf und sieben Zählern Rückstand auf den Zweiten aus Bruchsal ist man auf der Gartenstadt aber zufrieden. „Wir sind in der Entwicklung viel weiter als gedacht“, sagt Trainer Brandenburger. Fortuna Heddesheim scheiterte in der letzten Runde in den Aufstiegsspielen. Mit dem neuen Coach Dirk Jörns gingen die Heddesheimer als Mitfavorit in die Saison, doch Jörns musste noch in der Vorrunde wieder gehen. Rene Gölz und Christian Emig übernahmen. Mit Siegen gegen Neckarelz und Mutschelbach kletterte Heddesheim noch auf Platz vier. Sieben Punkte liegt die Fortuna nun hinter Bruchsal und hat noch etwas vor: „Wir greifen in der Rückrunde noch einmal an“, sagt Gölz.

Auch der VfR Mannheim hat seinen Coach schon ausgetauscht. Die Rasenspieler blieben hinter den Erwartungen zurück. Serkan Secerli, der Trainer mit dem der VfR in die Runde gegangen war, musste im September gehen. Uli Brecht übernahm. Mit 31 Punkten liegen die Mannheimer auf Rang neun. Zehn Punkte sind die VfR-Akteure hinter Bruchsal. Die Aufstiegschance ist daher eher theoretisch.

Der SV Waldhof II hatte sich als Aufsteiger den Ligaverbleib zum Ziel gesetzt. Mit 21 Punkten liegt das Team von Trainer Frank Hettrich drei Punkte vor dem Relegationsrang auf einem Nichtabstiegsplatz. „Wir sind zufrieden, müssen aber mit der jungen Mannschaft noch einiges arbeiten, um den Ligaerhalt in trockene Tücher zu bringen“, sagt Teamchef Bernd Großmann zu den Perspektiven.

Torjäger: Der treffsicherste Angreifer kommt vom Primus. Niklas Antlitz erzielte für Walldorf II 16 Tore. Jan Malsam vom 1. FC Bruchsal traf 14-, Lukas Böhm von der SpVgg Neckarelz zwölf Mal. Andreas Adamek von Fortuna Heddesheim war elf Mal erfolgreich.

Fairness: Fortuna Heddesheim ist bislang die fairste Mannschaft. Die Emig-Truppe kassierte nur 21 Gelbe Karten und einen Platzverweis (Rot). Mit großem Abstand zur Konkurrenz Schlusslicht in der Fairness-Tabelle ist der 1. FC Bruchsal mit 54 Gelben und vier Roten Karten.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 11.12.2019