Erstellt von Waldemar Binder |

Morgenmasters

Die Finalrunde Regionalligist gewinnt die Turnierserie zum dritten Mal in Folge, benötigt allerdings die Verlängerung

Waldhof schreibt Geschichte

Mannheim.Waldhof-Neuverpflichtung Silas Schwarz wurde als Torschütze notiert, doch der 21-Jährige wollte sich nicht mit fremden Federn schmücken. „Anthony war noch dran“, grinste Schwarz mit Blick auf Mitspieler Loviso. Doch am Ende war es egal – der Treffer aus spitzem Winkel in der ersten Minute der Verlängerung war so oder so der entscheidende, der den dritten Masters-Sieg der Waldhöfer in Folge einleitete. Morris Nag setzte im Finale gegen den FV Fortuna Kirchfeld noch das 2:0 drauf, dann durfte gejubelt werden. Mit drei Siegen in Serie sorgte Titelverteidiger Waldhof zudem für ein Novum in der 25-jährigen Geschichte der größten Hallenfußball-Turnierserie der Region.

Dass sich im Endspiel die beiden besten Mannschaften gegenüberstanden – daran gab es keinen Zweifel. Beide Teams dominierten bereits die Vorrunde und traten extrem ballsicher und kontrolliert auf. „Schade, dass wir dann bei unserer ersten Unachtsamkeit das 0:1 kassieren“, hätte Kirchfelds Spielertrainer Dirk Rohde gerne mehr mitgenommen. „Aber wir haben hier einen tollen Auftritt hingelegt. Darauf können wir stolz sein“, meinte der Coach des Karlsruher Landesligisten, der einer gemischten Mannschaft des SV Waldhof durchaus ebenbürtig war.

Das erkannte auch Waldhof-Trainer Bernhard Trares an. „Das war tatsächlich unser schwerster Gegner, der uns alles abverlangt hat. Aber letztlich haben wir wohl verdient gewonnen“, sah Trares, dass seine Spieler im entscheidenden Moment da waren. Das galt bereits im Halbfinale, als die Waldhöfer, die am Samstag noch einen Test bei der TSG Weinheim mit 6:0 (5:0) absolviert hatten, im immer jungen Derby gegen den VfR Mannheim ran mussten. Hier nutzte der SVW eine Überzahlsituation, als VfR-Akteur Abnor Pacaj eine Zweiminuten-Strafe absitzen musste: Morris Nag traf zum 1:0, Jonas Weik erhöhte später zum 2:0-Endstand – der VfR war raus.

Durch die Vorrunde sind beide Mannschaften problemlos marschiert: Im Finale standen sich der SV Waldhof und Fortuna Kirchfeld gegenüber.

Trainer Serkan Secerli nahm trotzdem viel Positives mit. „Ich denke, wir haben die Leute hier mit gutem Offensiv-Fußball unterhalten, am Ende haben wir einen besseren Gegner gefunden“, meinte der VfR-Coach, dessen Team sich im kleinen Finale dann auch der zweiten Mannschaft des SVW geschlagen geben musste. „Das passt schon“, nahm es Secerli dennoch gelassen.

Die „Zweite“ des Regionalligisten feierte dagegen ihren dritten Platz ausgiebig – und der Landesligist hatte auch allen Grund dazu. Zwar war Kirchfeld im zweiten Halbfinale bei der 1:3-Niederlage einen Tick stärker, doch Platz drei hätte Peter Brandenburger am Morgen sofort unterschrieben. „Das liegt deutlich über unseren Erwartungen“, sagte der Trainer nach der Siegerehrung in der GBG Halle. „Schließlich hatten wir eine Vorrunden-Gruppe, in der ausschließlich Sieger aus der Qualifikation und der VfR Mannheim als gesetzte Mannschaft am Ball waren“, war Brandenburger stolz auf sein Team, das im Viertelfinale den VfB Gartenstadt II aus dem Weg geräumt hatte. Die Gartenstädter waren die zweite unterklassige Mannschaft, die unter den letzten Acht die Fahne des Fußballkreises Mannheim hochhielt. Zweiter Vertreter der Quadratestadt war hier Mitausrichter Rheinau, der mit 1:2 gegen Kirchfeld verlor.

Die Vorrunde verlief ohne große Überraschungen, lediglich das sang- und klanglose Ausscheiden der Arminia Ludwigshafen mit nur einem Punkt war so nicht zu erwarten. Schließlich wurde die Arminia für das Masters-Finalturnier gesetzt und war am Samstag Ludwigshafener Hallen-Stadtmeister geworden.

© Mannheimer Morgen, Montag, 21.01.2019

 

Die 2. Mannschaft vom VfB Gartenstadt verlor im Endturnier 2 Spiele, in der Vorrunde 0:3 gegen den SV Waldhof 07 und im Viertelfinale 0:4 gegen die 2. Mannschaft vom SV Waldhof  07. Die 2. Mannschaft vom VfB Gartenstadt schlug sich beim Morgenmasters 2019 hervorragend und hatte auch mit ihrem 2. Platz im 3. Qualifikationsturnier für eine Überraschung gesorgt.