Erstellt von Waldemar Binder |

Bericht im MM

Fußball - Mannheim beendet Förderung von Sportfeldern, die Gummigranulat enthalten

Mannheim.Die Stadt Mannheim wird keine Kunstrasenplätze mit Granulat mehr fördern. Das beschloss der Sport- und Freizeitausschuss des Gemeinderats einstimmig. Davon ausgenommen sind Spielfelder, für die alternative Einstreumittel wie Sand oder Kork verwendet werden. Solche gibt es in der Quadratestadt aber bislang nur im Hockey. Im Fußball wird in der Regel das günstigere Granulat verwendet.

Die Stadt begründete ihren Beschluss mit Bestrebungen auf europäischer Ebene, Granulat zu verbieten. Die Gummikügelchen gelten als sehr schädlich fürs Klima. Einer Studie zufolge belastet ihr Ausstoß die Umwelt siebenmal mehr als der von Kosmetikprodukten. Erwartet wird, dass die EU im nächsten Jahr ein Verbot beschließt, das bereits ab 2021 gelten könnte. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will sich – auch auf Drängen deutscher Sportverbände – in Brüssel dafür einsetzen, bestehende Kunstrasenfelder für sechs Jahre von einem Granulat-Verbot auszunehmen. Auch einige andere Städte fördern keine Granulat-Plätze mehr, ebenso Länder und Sportverbände. sma

© Mannheimer Morgen, Freitag, 20.09.2019