Erstellt von Waldemar Binder |

Ergebnis

VfB Gartenstadt findet keinen neuen Vorstand

Gut gefüllt wurde es am 26. Juni im Corona-bedingt umgestalteten Clubhaus des VfB Gartenstadt. Im 3. Anlauf fand nun endlich die Jahreshauptversammlung statt. Joachim Ningel, noch 1. Vorsitzender des Vereins vom Erich-Schäfer-Sportpark und bestückt mit dem angekündigten Willen, seinen bisher 13 Jahre anhaltenden Vorsitz nicht mehr zu verlängern,  eröffnete nahezu pünktlich um 19 Uhr die wichtigste jährlich Veranstaltung der „Gelben Bären“ und begrüßte die Mitglieder.

Außer Ningel pflegen auch der 2. Vorsitzende Hubert Hübner und die Kassiererin Monika Peters die Absicht, keine Amtszeit mehr zu kandidieren.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und den Dankesworten an die vielen Ehrenamtlichen im Verein, sowie ein großes Lob an die tolle Jugendabteilung des VfB, ging Ningel schnell auf die Lage des Clubs ein. Der Wegfall von einigen Sponsoren und Einnahme-Ausfälle durch die Corona-Krise zwangen den Verein, die erfolgreiche 1. Mannschaft, die in der Verbandsliga für Furore sorgte, für ein Jahr pausieren lassen zu müssen. So wird der VfB bestenfalls in der Saison 2021/22 in der Landesliga antreten können. „Zurück zu den Wurzeln“ heißt es bei den Machern vom Anemonenweg. So soll wieder mehr Wert auf die eigene Jugend gelegt werden und auch die 2. Mannschaft aus jungen, hungrigen Gartenstädtern für die Kreisliga zusammengestellt werden.

Joachim Ningel äußerte sich anschließend besorgt um diverse Berichte, bei denen der VfB Gartenstadt als „zahlungsunfähig“ tituliert wurde. Dem widersprach der 1. Vorstand energisch. Die Abmeldung der ERSTEN ist genau deshalb so entscheidend, damit der Verein nicht in eine solche Lage kommt.

Bei der Durchführung von Handlungen in Bezug auf einen kostenintensiven Kader und bei der damit zusammenhängenden Finanzplanung in den letzten Jahren gestand Ningel Fehler ein, die dazu führten, dass auch diesbezüglich die Mitglieder beunruhigt waren und mehrere direkte Nachfragen aufkamen.

Der anschließende Kassenbericht fiel dann auch wesentlich besser aus als von vielen vermutet.

Außerdem steht der VfB vor der Herausforderung, das vereinseigene und seit einigen Jahren sehr geführte Clubhaus wieder an einen Pächter abzugeben. Einen Interessenten gibt es auch schon. Bei Erstellung dieser Zeilen waren die Verhandlungen der beiden Parteien allerdings noch nicht abgeschlossen.

Der Bericht der Revisoren wurde von Jürgen Haag verkündet. „Alle Buchungen der vorhandenen Unterlagen seien in Ordnung“, ließ Haag verkünden. Prekär ist hauptsächlich die Zahlungsmoral der Mitglieder bei den Beiträgen. Hier gibt es noch einiges zu tun, was bereits in den nächsten Tagen erfolgen soll.

Als die Neuwahlen anstanden, wurden insgesamt 6 VfB’ler (u.a. auch Ningel) für das Amt des 1. Vorsitzenden vorgeschlagen. Alle sechs Mitglieder lehnten ab, so dass der VfB im Moment lediglich kommissarisch verwaltet wird; Joachim Ningel muss also weiterhin „am Ball“ bleiben.

Der VfB Gartenstadt wird zur Unterstützung ein Team zusammenstellen, welches Joachim Ningel berät selbst mit anpackt. Nach 6 Monaten werden dann erneut Wahlen stattfinden.

Kurz vor dem 70. Vereinsgeburtstag gibt es also viel zu tun im Erich-Schäfer-Sportpark. Allerdings ist es auch nicht das erste Mal, dass der VfB vor einer solchen Aufgabe steht. Und sicher werden die Gelben auch 2020 wieder als gestärkt hervor gehen.

Der kom. Vorstand