Erstellt von Waldemar Binder |

im Mannheimer Morgen

Fußball Vor Stürmer Pascal Eckert vom VfB Gartenstadt II zittern die Abwehrreihen der Kreisliga

Treue Tormaschine

Mannheim.Die Defensivreihen der Teams in der Fußball-Kreisliga zittern schon fast bei diesem Namen: Pascal Eckert. Der Angreifer des VfB Gartenstadt II trifft zurzeit beinahe nach Belieben. In der Vorsaison traf der gebürtige Mannheimer satte 26 Mal, ballerte die Gelben Bären als Aufsteiger auf Platz fünf. Am letzten Spieltag erzielte der 23-Jährige gegen Reilingen (3:0) einen lupenreinen Hattrick und netzte auch unter der Woche im BFV-Pokal beim Kantersieg gegen den SC Käfertal II (8:1) vierfach ein. „Ich bin mit mir und der kompletten Mannschaft momentan sehr zufrieden. Viele haben uns vor dem zweiten Jahr in der Kreisliga gewarnt, da spüren wir aber aktuell noch nichts“, erklärt der Torjäger, der mit Gartenstadt sieben Punkte aus den ersten drei Spielen holte.

Seine Torgefahr kommt nicht von ungefähr. Mit seiner Größe von fast zwei Metern ist der Student kopfballstark und setzt sich immer wieder perfekt in Szene. „Ich bin glücklicherweise auch sehr schnell und habe meine langen Beine gut unter Kontrolle“, lacht Eckert, der die Taktik seines Teams maßgeblich prägt: „Ich werde oft lang angespielt und versuche dann Richtung Tor durch zu sprinten. Das klingt simpel, geht aber auf.“

Allen Vereinen, die ihn umwarben, gab er einen Korb: „Ich fühle mich aktuell unfassbar wohl, meine ganzen Freunde spielen mit mir in einer Mannschaft. Nach dem Aufstieg und der ersten sehr guten Saison in der Kreisliga, war es auch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel“, bekennt sich Eckert zu seinem VfB, für den er schon von klein auf die Fußballschuhe schnürt: „Es waren hauptsächlich Angebote aus dem Mannheimer Fußballkreis, jedoch kein einziges, das mich wirklich gereizt hat.“

Auch für die erste Mannschaft der Gartenstädter zu spielen und in der Verbandsliga seinem Verein mit Toren weiter zu helfen, würde ihn reizen. Doch in der vorigen Saison spielte er dort lediglich elf Minuten.

Verbandsliga als Ziel

„Es gab die letzten Jahre nie so wirklich die Gelegenheit, da ich durch meine Ausbildung nicht so oft trainieren konnte, wie das in der Verbandsliga nötig wäre“, so Eckert, der sich aber in den nächsten zwei Jahren empfehlen möchte: „Natürlich ist das mein Ziel. Die Verbandsliga ist zwar noch einmal ein komplett anderes Niveau, im Team sind viele gute Spieler und es kommen immer wieder neue gute dazu. Ich möchte mich aber durchsetzen. Sobald ich meine Chance bekomme, hoffe ich, sie auch nutzen zu können.“ Erster Lichtblick: Unter der Woche trainierte der 23-Jährige mit dem Verbandsliga-Team, steht am Samstag gegen Sandhausen II im Kader.

Sein Fokus liegt in dieser Saison aber auf der Kreisliga. Eckert will mehr als den Klassenerhalt: „Klar wollen wir uns erst einmal nach unten absichern. Ein Tabellenplatz unter den besten Sechs wäre aber wieder super, dafür haben wir genug Potenzial“, weiß der Stürmer: „Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken. Auch die vermeintlich Großen wie Wallstadt können wir ärgern. Vor wenigen Wochen haben wir gegen Rheinau Unentschieden gespielt.“ Am Sonntag beim Spiel der Gelben Bären in der Kreisliga gegen Srbija steht Pascal Eckert sicher in der Startelf. bah

Pascal Eckert wurde am 14.07.1993 in Mannheim geboren und wohnt in Gartenstadt. Seit der Bambini-Zeit spielt der 23-Jährige für den VfB, inspiriert durch seinen Bruder. „Er ist vier Jahre älter und hat auch früh mit dem Fußball begonnen. Das wollte ich auch und habe meinen Vater angefleht, mich ebenfalls im Verein anzumelden“, blickt Eckert auf die Anfänge zurück. Eckert ist einer der treffsichersten Stürmer der Liga, am vergangenen Spieltag erzielte er beim 3:0-Heimsieg gegen Reilingen einen lupenreinen Hattrick.